{"id":17274,"date":"2022-12-09T11:24:27","date_gmt":"2022-12-09T10:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.retarus.com\/blog\/de\/?p=17274"},"modified":"2023-02-23T14:49:29","modified_gmt":"2023-02-23T13:49:29","slug":"neueste-anforderungen-im-e-invoicing-erfolgreich-umsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.retarus.com\/blog\/de\/neueste-anforderungen-im-e-invoicing-erfolgreich-umsetzen\/","title":{"rendered":"Neueste Anforderungen im E-Invoicing erfolgreich umsetzen"},"content":{"rendered":"\n
2022 war ein ereignisreiches Jahr f\u00fcr die elektronische Rechnungsstellung in Deutschland und seinen Nachbarl\u00e4ndern. Egal ob Deutschland, Schweiz, Polen, Frankreich, oder Italien \u2013 all diese L\u00e4nder haben neue Auflagen und Termine f\u00fcr B2B- und B2G-E-Invoicing ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n
In unserem letzten Webinar f\u00fcr dieses Jahr ging es deswegen um die sich permanent \u00e4ndernden nationalen Regularien, technisch komplexen Rechnungssysteme und harten Umsetzungsfristen f\u00fcr jedes mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen in Zentraleuropa. Der mittlerweile auch on demand verf\u00fcgbare Vortrag, siehe unten, gibt in knapp 30 Minuten eine \u00dcbersicht \u00fcber die aktuellen Entwicklungen bei XRechnung, Peppol, FatturaPA, ChorusPro, KSeF oder QR-Rechnung.<\/p>\n\n\n\n
Wie eine Reihe weiterer europ\u00e4ischer L\u00e4nder betreibt Deutschland aktuell noch ein sogenanntes Post-Audit-Modell. Das hei\u00dft B2B-Rechnungen gehen direkt an den Endempf\u00e4nger, am Ende des Monats ist eine Umsatzsteuervoranmeldung f\u00e4llig, und einzelne Firmen pr\u00fcft der Staat stichprobenartig.<\/p>\n\n\n\n
F\u00fcr Rechnungen an die \u00f6ffentliche Verwaltung in Deutschland ist seit April 2020 XRechnung Standard. Bei der Umsetzung sind die Bundesl\u00e4nder allerdings unterschiedlich weit. Aufgrund des F\u00f6deralismusprinzips haben Bund und L\u00e4nder unterschiedliche IT-Provider mit der Umsetzung betraut. Entsprechend heterogen sind die Fristen und die Modelllandschaft der \u00dcbertragungswege f\u00fcr die XRechnung ausgefallen. Diese variiert vom Webportal \u00fcber E-Mail hin zu Peppol (Pan-European Public Procurement OnLine)<\/a> und gar De-Mail (vernachl\u00e4ssigbar). Beh\u00f6rden des Bundes und in Baden-W\u00fcrttemberg nehmen bereits keine PDF-Rechnungen an. Die \u00fcbrigen L\u00e4nder ziehen sukzessive nach, zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern 2023, Rheinland-Pfalz und Hessen 2024.<\/p>\n\n\n\n Neben der heterogenen Landschaft wird auch der Standard XRechnung laufend angepasst. Die letzte Aktualisierung auf Version 2.2.0 erfolgte im August dieses Jahres.<\/p>\n\n\n\n In Europa ist Peppol eine gute Alternative, um strukturiert Gesch\u00e4ftsdaten auszutauschen. Vor allem in Nordeuropa ist es mittlerweile Standard f\u00fcr elektronische Rechnungen an Beh\u00f6rden. In Deutschland sind via Peppol bereits der Bund sowie elf Bundesl\u00e4nder und deren Kommunen erreichbar. Mit den n\u00e4chsten beschlossenen Umsetzungsschritten des IT-Planungsrats steigt der Druck auf die verbleibenden L\u00e4nder, bis zum 01.10.2023 alle \u00f6ffentlichen Auftraggeber am Peppol-Netzwerk anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n In unserem Whitepaper erfahren Sie mehr \u00fcber die Vorteile und Funktionsweise des Peppol-Formats<\/a>.<\/p>\n\n\n\n Italien ist der Vorreiter f\u00fcr elektronische Rechnungsstellung in Europa und hat schon sehr fr\u00fch das Clearance-Verfahren f\u00fcr inl\u00e4ndische Transaktionen eingef\u00fchrt. Seit 01.07.2022 m\u00fcssen auch Auslandstransaktionen \u00fcber das SDI-System abgewickelt und gemeldet werden. Im Gegenzug wurde die viertelj\u00e4hrige Meldung der Auslandsums\u00e4tze abgeschafft. Eine digitale Archivierung ist dennoch verpflichtend.<\/p>\n\n\n\n Konkret m\u00fcssen italienische Unternehmen ausgehende Rechnungen melden und die Daten unter Umst\u00e4nden noch zus\u00e4tzlich in weiteren Formaten \u00fcbertragen. Eingehende Rechnungen (z. B. PDFs) m\u00fcssen digitalisiert und ebenfalls ans SDI \u00fcbertragen werden, und zwar sp\u00e4testens bis zum 15. des Folgemonats.<\/p>\n\n\n\n Die Schweiz hat zum 01.10.2022 die \u201eSwiss-QR\u201c-Rechnung verpflichtend eingef\u00fchrt. Dieser besondere QR-Code ersetzt den klassischen Einzahlungsschein und gilt sowohl f\u00fcr B2B- als auch f\u00fcr B2C-Rechnungen. Scannt der Empf\u00e4nger den QR-Code, kann er anschlie\u00dfend per Knopfdruck die Zahlung anweisen.<\/p>\n\n\n\n Service-Provider k\u00f6nne dabei helfen, die Rechnungsstellung mit EDI-Daten zu digitalisieren und zu automatisieren. Wichtig: Die Darstellung ist stark genormt, die Inhalte sind klar definiert<\/a>. Beispielsweise muss der QR-Code entweder auf der Unterseite der Rechnung oder auf einer zus\u00e4tzlichen letzten Seite angebracht werden.<\/p>\n\n\n\n Polen wollte urspr\u00fcnglich zu Januar 2023 ein verpflichtendes Clearance-Verfahren f\u00fcr Inlandsrechnungen einf\u00fchren. Allerdings l\u00e4uft das hochkomplexe System \u201eKSeF\u201c (Krajowy System e-Faktur) technisch bislang alles andere als rund und wird voraussichtlich erst ein Jahr sp\u00e4ter (01.01.2024) f\u00fcr B2B eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n Rechnungsdaten im EDI-Format kann man wahlweise \u00fcber ein Portal hochladen oder \u00fcber APIs \u00fcbertragen. Die technisch komplexe Anbindung an Schnittstellen und die n\u00f6tige Konvertierung, sowie die EDI-\u00dcbertragung d\u00fcrfen Unternehmen an Dienstleister auslagern.<\/p>\n\n\n\n Das Datum f\u00fcr die KSeF-Einf\u00fchrung wurde bereits mehrfach verschoben. Ob der jetzt angepeilte Termin final ist, bleibt mithin abzuwarten. Der aktuelle Status l\u00e4sst sich unter https:\/\/www.podatki.gov.pl\/ksef\/<\/a> \u00fcberpr\u00fcfen, testen kann man das Portal bereits.<\/p>\n\n\n\nHandlungsempfehlung f\u00fcr die digitale Rechnungsstellung in Deutschland<\/h2>\n\n\n\n
\n
\n
Italien: Seit 2022 auch Auslandstransaktionen per E-Invoicing<\/h2>\n\n\n\n
Schweiz: Sonderweg mit QR-Codes<\/h2>\n\n\n\n

Polen: Verpflichtendes B2B-E-Invoicing erneut verschoben<\/h2>\n\n\n\n
Frankreich: E-Rechnung ab 2024 auch f\u00fcr B2B verpflichtend<\/h2>\n\n\n\n