Der Angriff der Forscher basiert auf zwei Bedingungen: Erstens, sie besitzen den Ciphertext. Zweitens, im E-Mail-Programm wird HTML erlaubt.Wichtig: Nicht OpenPGP und S/MIME sind prinzipiell unsicher; das Problem liegt im Umgang bestimmter E-Mail-Clients und Plugins für diese im Umgang mit verschlüsselten E-Mails im HTML-Format. Firmen, die zwischenzeitlich jegliches Risiko ausschließen wollen, können also zumindest für eingehende verschlüsselte E-Mails HTML untersagen. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme wäre, auf Client-Rechnern einstweilen Plug-ins abzuschalten, die verschlüsselte E-Mails im Mail-Client automatisch entschlüsseln. Dazu hatte die US-amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) geraten.
“Efail”: Verschlüsselte E-Mails in Kombination mit HTML können unsicher sein

Forscher der Fachhochschule Münster haben eine kritische Sicherheitslücke in gängigen Lösungen für verschlüsselte E-Mails (OpenPGP, S/MIME) entdeckt. Den bislang ausführlichsten Bericht dazu hat die zusammen mit ihrem Rechercheverbund mit NDR und WDR vorab informierte „Süddeutsche Zeitung“ ins Netz gestellt. Details der Schwachstellen wollen die Münsteraner Forscher um Sebastian Schinzel, Professor für Angewandte Kryptografie, allerdings erst morgen veröffentlichen. Bevor die Einzelheiten nicht vollständig bekannt sind, besteht aus unserer Sicht auch noch kein Grund zu Panik.
Im „SZ“-Artikel heißt es:
Einen Kommentar schreiben