Stellen Sie sich vor, Ihr Provider schaltet Sie einfach ab

Stellen Sie sich vor, Ihr Provider schaltet Sie einfach ab

Stellen Sie sich vor, Sie stellen eines Tages fest, dass Ihr monatlicher Rechnungslauf von Ihrem Provider nicht versendet wurde. Oder Ihre Bestellungen, die Benachrichtigungen an Ihre Lieferanten oder Kunden. Einfach geblockt. Weil zum Beispiel die Regierung beschlossen hat, dass ausländische Provider eine Transaktionsabgabe bezahlen müssen, die sie nicht an Kunden weitergeben dürfen. Oder weil Ihr Anbieter einfach so, trotz laufendem Vertrag, auf einmal doppelt so viel von Ihnen haben möchte.

Stellen Sie sich außerdem vor, Sie verschicken Ihre Nachrichten über einen Provider, der Kommunikationsprotokolle verwendet, die zwar unheimlich viele Funktionen bieten, aber proprietär sind. Und an die Sie Ihre sämtlichen Applikationen angepasst haben, ebenso wie Ihre Lieferanten. Der totale Vendor-Lock-in.

Das wäre gelinde gesagt – eine Katastrophe.

Nur eine irreale Fiktion? Jenseits der politischen Dimension, der schon lange in einigen Ländern anhaltenden Streitereien zwischen Verlagen und Plattformriesen wie Facebook und Google und der Reaktionen einiger Regierungen darauf, unter anderem in Deutschland mit dem Leistungsschutzrecht, passiert das gerade in Australien, wo Facebook Nachrichteninhalte sperrt.

Es geht zwar nicht um Business-Kommunikation, sondern „nur“ um nachrichtliche Inhalte, die im Internet auch leicht außerhalb des Walled Gardens von Facebook publiziert werden können. Der Fall zeigt aber, dass es nicht ratsam ist, sein Geschäft auf einer Plattform aufzubauen, die man nicht selbst kontrolliert (auch wenn ein Walled Garden mit proprietären Systemen nur bedingt vergleichbar ist).

Mit offenen Standards wäre das nicht passiert

Um auf die obige Fiktion zurückzukommen: Diese wird, wie gesagt, nur dann zur Schreckensvision, wenn Sie sich auf einen Lock-in einlassen. Solange Sie Ihre Applikationen und digitalen Arbeitsplätze über weltweite offene Standards an die Dienste Ihres Providers anbinden, gibt es keinen Lock-in. Sollte Ihr Provider aus irgendeinem Grund vertragsbrüchig werden und Ihre Kommunikation blockieren, haben Sie so im Ernstfall die Möglichkeit, schnell zu einer Alternative zu wechseln.

Um ein Beispiel zu nennen: Kundenkommunikation über populäre OTT-Messenger mag auf der einen Seite als gute Idee erscheinen. Etwa, wenn Sie wissen, dass Ihre Zielgruppe diesen Messenger häufig nutzt und Sie die Features der App ausnutzen möchten. Sie verkehrt sich aber dann ins Gegenteil, wenn der Anbieter aus irgendeinem Grund den Hahn zudreht. Oder massiv gegen hiesige Datenschutzverordnungen zu verstoßen beginnt, so dass Sie sich plötzlich durch die Nutzung selbst strafbar machen. Die Alternativen in diesem Fall liegen nahe: Die Benachrichtigung Ihrer Zielgruppe via E-Mail oder SMS. Das mag auf den ersten Blick weniger modern erscheinen, wird sich aber auf Dauer bezahlt machen.

Übrigens: Retarus setzt bei allen angebotenen Services auf offene Standards und unterstützt Sie damit bei der Digitalisierung und Cloudifizierung – ohne Vendor-Lock-in. Mit Sicherheit korrekt.

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