Retarus Pressemitteilung

 

Retarus beobachtet starken Anstieg an Krypto-Trojanern

Jede sechste E-Mail enthält Virus

München, 12.04.2016 // Auf Locky folgen nun KePanger, PowerWare und Petya: Retarus, globaler B2B-Anbieter von E-Mail Security aus der Cloud, verzeichnet aktuell ein deutlich erhöhtes Aufkommen des Krypto-Trojaners Locky sowie neuer Variationen. Laut einer aktuellen Auswertung der Sicherheitsexperten von Retarus wurden 17 Prozent aller eingehenden E-Mail-Nachrichten aufgrund eines Virenverdachts abgefangen. Dies entspricht einem Anstieg um das Fünffache im Vergleich zum Vormonat und ist in erster Linie auf die starke Zunahme von Ransomware zurückzuführen.

Im Durchschnitt enthielt im März jede sechste E-Mail, die an geschäftlich genutzte Postfächer gerichtet war, einen Virus. Insgesamt traten dabei stündlich so viele infizierte Nachrichten auf wie noch 2015 durchschnittlich in einem Monat. Die Analyse der Retarus Experten ergab, dass dies in erster Linie auf den enormen Anstieg an Krypto-Trojanern zurückzuführen ist. Während im Februar nur etwa drei Prozent aller eingehenden E-Mails infiziert waren, stieg die Anzahl der aufgrund von Viren gefilterten Nachrichten im März bereits auf 17 Prozent. Der Grund: In diesem Zeitraum tauchten nach der ersten Locky-Bedrohungswelle zahlreiche weitere Varianten des Schädlings auf.

Da Krypto-Trojaner ihre Struktur schnell und häufig verändern und in der Folge innerhalb kürzester Zeit verschiedenste Ausprägungen auftreten, kann die Ransomware nicht sofort von jedem Virenscanner erfasst werden. Dennoch lässt sich die Sicherheit mithilfe professioneller Cloud Services erhöhen. Spezialisierte Anbieter von E-Mail Security Services greifen parallel auf mehrere Scanner zu, ergänzen dadurch ihre Filterregeln kontinuierlich und bieten somit immer den aktuellsten Schutz. Weitere Mechanismen wie etwa ein 4-fach-Virenscan erhöhen die Wahrscheinlichkeit zusätzlich, Erpressungstrojaner zeitnah zu identifizieren und zu blockieren.

Erhöhte Wachsamkeit erforderlich

Um sich vor Angriffen von Locky und ähnlicher Ransomware bestmöglich zu schützen, müssen E-Mail-Nutzer besonders wachsam sein. Retarus empfiehlt, die automatische Ausführung von eingebettetem Makro-Code in Office-Programmen zu deaktivieren und Makros nur dann auszuführen, wenn diese zwingend benötigt werden und entsprechende Dokumente aus bekannten Quellen stammen. E-Mail-Anhänge sollten Nutzer prinzipiell nur dann öffnen, wenn ihnen der Absender beziehungsweise der in der E-Mail beschriebene Vorgang vertrauenswürdig erscheint. Damit potentiell betroffene Daten schnell und möglichst ohne Verluste wiederhergestellt werden können, sollten wichtige Daten regelmäßig per Backup gesichert werden. Dabei gilt es zu beachten, dass Locky auch externe Datenträger angreifen kann, wenn diese permanent mit dem Rechner verbunden sind. Vorsicht ist auch bei einem extrem trägen Ansprechverhalten des Rechners, hoher Festplattenaktivität ohne erkennbaren Grund oder Dateien mit der Endung .locky auf der Festplatte geboten. Um bestehende Sicherheitslücken zu schließen, sollten zudem stets aktuelle Virenscanner-Versionen installiert sowie regelmäßige Patches durchgeführt werden.

Über Retarus

Seit 1992 unterstützt Retarus Unternehmen bei der effizienten und reibungslosen Kommunikation. Der globale Informationslogistiker mit 13 Niederlassungen auf vier Kontinenten kommt immer dort ins Spiel, wo große Mengen an Daten sicher und zuverlässig übertragen werden – unabhängig von Kommunikationskanälen, Schnittstellen, Applikationen und Devices. Die Basis hierfür bildet ein Global Delivery Network mit eigenen Rechenzentren in Europa, den USA und der APAC-Region sowie vollständig redundanter Carrier-Infrastruktur. Insgesamt vertrauen 75 Prozent der DAX 30, die Hälfte aller EURO STOXX 50 sowie rund 20 Prozent der Dow Jones Unternehmen auf Services von Retarus. Zu den langjährigen Kunden zählen unter anderem Adidas, Bayer, Continental, DHL, DZ BANK, Honda, Linde, Osram, Puma, Sixt, Sony und Thomas Cook. Weitere Informationen: www.retarus.de

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